
Leverkusen schlägt Wolfsburg in spektakulärem Bundesliga-Thriller mit 6:3
Bayer Leverkusen hat am Freitag im BayArena ein bemerkenswertes Comeback hingelegt und den VfL Wolfsburg mit 6:3 besiegt. Damit fügt Leverkusen den Gästen einen schweren Schlag in ihrem Kampf gegen den Abstieg zu. Das Ergebnis hält die Champions-League-Ambitionen von Leverkusen am Leben, während Wolfsburg mit nur noch sieben verbleibenden Spielen tief im Abstiegskampf steckt.
Wolfsburg, das den Tag als Vorletzter begann, schien nach einer beeindruckenden ersten Halbzeit auf dem Weg zu einem wichtigen Sieg zu sein. Jonas Wind eröffnete in der 16. Minute den Torreigen, Joakim Maehle und Christian Eriksen erhöhten auf 3:1, trotz eines verwandelten Elfmeters von Alex Grimaldo für Leverkusen. Doch die Gastgeber drehten nach der Pause mit fünf Treffern in Folge das Spiel.
Grimaldo traf kurz vor der Halbzeit erneut zum 3:2 und bereitete damit die Bühne für eine dominante Leistung von Leverkusen in der zweiten Halbzeit. Der eingewechselte Patrik Schick verwandelte in der 53. Minute einen Elfmeter zum Ausgleich, bevor Edmond Tapsoba Leverkusen erstmals in Führung brachte. Ibrahim Maza und Malik Tillman fügten in der Schlussphase weitere Tore hinzu, um die Demütigung zu vervollständigen. Laut Sportschau ist es die siebte Saison, in der Wolfsburg ein Spiel verliert, nachdem es in Führung gegangen war.
Der Sieg war ein entscheidender für Leverkusen und Trainer Kasper Hjulmand, der eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg in allen Wettbewerben beendete. Hjulmand beschrieb das Spiel nach dem Spiel gegenüber Sportschau als eine 'Achterbahnfahrt' und lobte den Charakter seiner Mannschaft. Der Sieg bringt Leverkusen auf 49 Punkte, aber sie bleiben auf dem sechsten Platz, vier Punkte hinter den Champions-League-Plätzen.
Für Wolfsburg markiert der Zusammenbruch einen weiteren Tiefpunkt in einer desaströsen Saison. Sie stehen weiterhin bei 21 Punkten, drei Punkte hinter dem Relegationsplatz, und sind seit Beginn der zweiten Saisonhälfte sieglos. Interimstrainer Dieter Hecking, der das Amt im Februar übernahm, wies auf Entscheidungen hin, die gegen seine Mannschaft gingen, darunter einen seiner Meinung nach 'unmöglichen Elfmeter' für Leverkusens erstes Tor, räumte aber ein, dass seine Mannschaft defensiv zu passiv geworden sei.
Die defensiven Schwächen waren offensichtlich, Wolfsburg teilt sich nun den schlechtesten Defensivrekord der Liga mit Heidenheim und hat 63 Gegentore kassiert. Die Art und Weise des Zusammenbruchs, das Aufgeben einer Zwei-Tor-Führung, wirft ernsthafte Fragen nach der Mentalität der Mannschaft für den Endspurt auf. Leverkusen zeigte unterdessen die Angriffskraft, die seine Saison auszeichnet, wenn es sein Bestes gibt, benötigt aber mehr defensive Konstanz auf der Jagd nach Europa.
Leverkusen reist nächsten Samstag zum Borussia Dortmund, während Wolfsburg am selben Tag den Eintracht Frankfurt empfängt, ein Spiel, das für den abstiegsbedrohten Verein zu einem Must-Win-Spiel wird.



