Der Präsident von Real Madrid, Florentino Pérez, wird sich in den kommenden Tagen mit Kylian Mbappé treffen, um die Spannungen nach dem kürzlichen explosiven Interview des Stürmers zu besprechen, wie AS-Reporter Jose Felix Diaz berichtet. Das Treffen zielt darauf ab, 'wieder Ordnung' herzustellen, nachdem Mbappé den Verein und den Interimstrainer Álvaro Arbeloa öffentlich kritisiert hatte.
Der französische Kapitän wurde bei seiner Rückkehr nach Verletzung beim 2:0-Sieg gegen Real Oviedo am Donnerstag von den Fans ausgebuht, nachdem Bilder von ihm im Urlaub auf Sardinien während seiner Auszeit aufgetaucht waren. Über 70 Millionen Menschen haben eine Online-Petition unterzeichnet, in der seine Abgang gefordert wird. Mbappé gab anschließend an, er fühle sich unter Arbeloa wie der 'vierte Stürmer' und bevorzuge Vinicius Junior, Gonzalo Garcia und Franco Mastantuono.
Der Stürmer lobte auch den ehemaligen Trainer Xabi Alonso, was die Situation weiter verschärfte. Der neue Trainer Jose Mourinho wurde damit beauftragt, Mbappé wieder in das Team zu integrieren und die Unterstützung der Fans zurückzugewinnen. Der Verein betrachtet den 25-Jährigen als 'Grundpfeiler' seines langfristigen Projekts, aber Pérez hat bereits die Bereitschaft gezeigt, schwierige Entscheidungen zu treffen und Cristiano Ronaldo und Sergio Ramos zuvor ziehen zu lassen.
Pérez wird 'die Institution über das Individuum stellen', wenn es nötig ist, und hat Mourinho gebeten, 'die Disziplin' im Team wiederherzustellen. Dies beinhaltet die Lösung zerbrochener Beziehungen innerhalb des Teams, wie z. B. zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni sowie Álvaro Carreras und Antonio Rüdiger. Trotz der Probleme wird ein Verkauf von Mbappé derzeit nicht in Betracht gezogen, obwohl 'niemand als unantastbar gilt'.
Unterdessen hat der ehemalige Trainer von Manchester United, Rene Meulensteen, den Verein davor gewarnt, eine Verpflichtung von Mbappé anzustreben, und begründete dies mit Bedenken hinsichtlich seiner Arbeitsmoral und seines Teamgeistes. Meulensteen glaubt, dass Mbappés Spielstil nicht zu einem Trainer wie Luis Enrique oder Pep Guardiola passen würde, die kollektives Pressing und defensive Verantwortung priorisieren. Er verwies auf den Erfolg von PSG in der Champions League nach den Abgängen von Lionel Messi und Neymar als Beweis für die Vorteile eines geeinteren Teams.
Mourinho hat bereits die schwierige Situation anerkannt, in der sich Arbeloa im Bernabéu befindet.




