
Mahazou Cisset zum neuen Präsidenten des Malischen Fußballverbands gewählt
Mahazou Cisset wurde am Donnerstag zum neuen Präsidenten des Malischen Fußballverbands (Femafoot) gewählt. Laut der offiziellen Ankündigung des Verbands erhielt Cisset, der einziger Kandidat war, nachdem seine Liste vorausgewählt worden war, 95,83 % der Stimmen, mit 69 Stimmen dafür, einer dagegen und zwei ungültigen Stimmzetteln. Der Wirtschaftswissenschaftler, der weithin unter dem Spitznamen "Baba" bekannt ist, beginnt nun eine vierjährige Amtszeit an der Spitze des malischen Fußballs.
Cisset tritt die Nachfolge von Mamoutou Touré an, der Anfang dieses Jahres nach dem Rücktritt mehrerer Mitglieder seines Exekutivkomitees von der Präsidentschaft entlassen wurde. Touré, der erstmals 2019 gewählt wurde, hatte umstritten einen zweiten Amtszeit im Jahr 2023 angestrebt, während er inhaftiert war. Die Wahl von Cisset markiert den Beginn eines neuen Kapitels für den Verband, der Zeiten der Instabilität und Governance-Herausforderungen erlebt hat.
In seinen ersten Erklärungen umriss der neue Präsident eine Mission des Wiederaufbaus, die auf drei Säulen basiert: Transparenz im Management, die Einigung aller Stakeholder des malischen Fußballs und die Professionalisierung der nationalen Meisterschaft. Diese Ziele adressieren seit langem bestehende Bedenken innerhalb des nationalen Spiels, wo administrative Streitigkeiten manchmal die Entwicklung auf dem Platz überschattet haben. Die malischen Nationalmannschaften, insbesondere die Herren-Nationalmannschaft, die regelmäßig für den Afrika-Cup qualifiziert ist, haben trotz der Turbulenzen außerhalb des Platzes relativ erfolgreich abgeschnitten.
Der unmittelbare Schwerpunkt der Femafoot unter ihrer neuen Führung wird darauf liegen, den Betrieb des Verbands zu stabilisieren und einen Konsens zwischen Vereinen, Regionalligen und ehemaligen Funktionären zu erzielen. Die Professionalisierung der nationalen Liga ist ein kritisch langfristiges Projekt zur Verbesserung der Qualität des Fußballs im Land und zur Schaffung eines nachhaltigeren Finanzmodells für die Vereine. Darüber hinaus muss die Verwaltung von Cisset die Vorbereitungen für den Afrika-Cup 2025 überwachen, für den Mali qualifiziert ist, und weiterhin die Entwicklung von Jugendakademien unterstützen, die Talente wie Mohamed Camara und Kamory Doumbia hervorgebracht haben.
Dieser Führungswechsel kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Governance des afrikanischen Fußballs, mit einem verstärkten Fokus auf Rechenschaftspflicht und Modernisierung. Die Wahl, die mit einem einzigen Kandidaten durchgeführt wurde, gewährleistet ein klares Mandat für Cisset, stellt aber auch hohe Erwartungen an seine Fähigkeit, greifbare Reformen zu liefern. Sein Hintergrund in der Wirtschaft wird auf die Probe gestellt, während er die finanziellen Komplexitäten der Führung des Verbands und seiner Wettbewerbe bewältigt. Die Fußballgemeinschaft in Mali wird nun genau beobachten, wie der neue Präsident von seinen erklärten Zielen zu konkreten Plänen übergeht.


