Manchester City hat trotz der anhaltenden Unsicherheit im Zusammenhang mit den 115 Vorwürfen finanzieller Verstöße weiterhin stark in neue Spieler investiert. Seit Januar 2025 hat City etwa 695 Millionen Euro für Transfers ausgegeben, und in diesem Sommer wurde bereits eine Rekordablöse von rund 135 Millionen Euro für Elliot Anderson gezahlt.
Eine Anhörung zu den Vorwürfen fand Ende 2024 und Anfang 2025 statt, aber eine endgültige Entscheidung steht fast zwei Jahre später noch aus. Die Vorwürfe beziehen sich auf angeblich finanzielle Unregelmäßigkeiten zwischen 2009 und 2018, und bei einer Verurteilung könnte City einen erheblichen Punktabzug oder sogar den Abstieg riskieren. Trotz der potenziellen Schwere der Konsequenzen ist die Transferaktivität des Vereins bemerkenswert konstant geblieben.
Citys Ausgaben in diesem Sommer könnten auf fast 800 Millionen Euro steigen, wenn der marokkanische Nationalspieler Ayyoub Bouaddi verpflichtet wird, der auch das Interesse anderer Top-Europäischer Vereine weckt. Der Verein hat diese Ausgaben teilweise durch Spielerverkäufe ausgeglichen und im vergangenen Jahr über 100 Millionen Euro und im Sommer 2024 über 140 Millionen Euro Einnahmen erzielt. Der anhaltende Erfolg in der Champions League und die starken kommerziellen Einnahmen tragen ebenfalls zu seiner finanziellen Situation bei.
Die fortgesetzten Investitionen haben zu Spekulationen über Citys Vertrauen in den Ausgang der Vorwürfe geführt. Einige glauben, dass sie ein günstiges Urteil erwarten, während andere vermuten, dass sie versuchen, den Kader für den Fall einer schweren Strafe, einschließlich eines Transferverbots, zukunftssicher zu machen. Durch die Verpflichtung junger Talente wie Rayan Cherki, Anderson und Bouaddi wollen sie auch unter schwierigen Umständen wettbewerbsfähig bleiben und den Gesamtwert des Vereins schützen, falls ein Verkauf erforderlich wird.
Der ehemalige Berater von Manchester City, Stefan Borson, hat eine Veränderung in der Arbeitsbelastung von Lord Pannick KC, dem leitenden Anwalt des Vereins, festgestellt, mit erhöhter Aktivität im House of Lords, was auf eine mögliche Verringerung des Schwerpunkts auf dem Fall City hindeutet. Borson wies auch darauf hin, dass Zahlungen an Pannick als privat ausgewiesen werden und nicht aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammen, was Fragen nach der Eigentümerstruktur des Vereins und der Frage aufwirft, ob er als staatlich kontrolliert gilt.




