Roberto Mancini ist laut Berichten italienischer Medien der aussichtsreichste Kandidat, um das Amt des italienischen Fußballnationaltrainers zu übernehmen. Die mögliche Ernennung folgt auf die jüngste Absetzung von Gabriele Gravina als Präsident des Italienischen Fußballverbands und eröffnet Mancini die Möglichkeit zur Rückkehr nach einem vorherigen Ausscheiden.
Mancini trainierte Italien bereits von 2018 bis 2023 und feierte dabei bemerkenswerte Erfolge, darunter den Sieg bei der UEFA Euro 2020, die 2021 stattfand. Während seiner Amtszeit stellte Italien auch einen nationalen Rekord von 37 Spielen ohne Niederlage auf. Sein Ausscheiden erfolgte nach dem Scheitern an der Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft 2022, ein Rückschlag, der unter der Führung von Gravina zunächst als unheilbar galt.
Der Wechsel in der Verbandsführung hat die Lage dramatisch verändert, wobei Mancini nun als Favorit gilt, insbesondere mit der potenziellen Wahl von Giovanni Malagò zum neuen Präsidenten. Malagò soll ein starker Befürworter Mancinis sein, und auch der ehemalige Trainer soll in Regierungskreisen Unterstützung genießen. Mancini wird als jemand gesehen, der eine langfristige Vision bietet und sich möglicherweise zu einem Vierjahresplan bis zur FIFA-Weltmeisterschaft 2030 verpflichtet, ein Faktor, der ihn von dem potenziellen Rivalen Antonio Conte unterscheidet, der historisch kürzere Engagements bevorzugt.
Auch finanzielle Aspekte spielen eine Rolle, wobei Mancini angeblich bereit ist, ein Gehalt zu akzeptieren, das mit den bundesstaatlichen Parametern übereinstimmt, im Gegensatz zu Conte, dessen vorherige Ernennung das Eingreifen des technischen Sponsors erforderte, um seine Gehaltsforderungen zu erfüllen. Mancinis Erfolge in der Nations League, wo er Italien zweimal ins Halbfinale führte, stärken seine Kandidatur zusätzlich. Obwohl das Scheitern an der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 weiterhin diskutiert wird, bietet die Möglichkeit einer Rückkehr in den Nationalmannschaftskader Mancini die Chance, sich auf das Turnier 2030 vorzubereiten und Italiens Position im internationalen Fußball wiederherzustellen. Die Ernennung könnte einen neuen Fokus auf die Entwicklung junger Talente signalisieren, da Mancini in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er aufstrebende Spieler identifizieren und fördern kann.




