Vincenzo Montella soll in seinen Vereinsverträgen durchgängig eine Ausstiegsklausel aufgenommen haben, die ihm einen Wechsel zu Roma ermöglichen würde, so Ibrahim Haciosmanoglu, Präsident des türkischen Fußballverbands. Haciosmanoglu enthüllte dieses Detail in einem Interview mit Fanatik und erklärte, dass die Klausel eine Standardanforderung des Trainers war, unabhängig vom Verein.
Montella trainierte Roma kurzzeitig im Jahr 2011, übernahm das Amt nach der Rücktritt von Claudio Ranieri und erreichte einen Derbysieg sowie die Qualifikation für Europa. Trotz seiner relativ kurzen Amtszeit wurde er immer wieder mit einer Rückkehr zum Verein in Verbindung gebracht, insbesondere im Jahr 2015. Seine enge Verbindung zum Verein geht auf seine Spielerzeit zurück, in der er eine Schlüsselfigur im Roma-Team war, das den Serie-A-Titel gewann.
Haciosmanoglu erklärte weiter, dass diese Ausstiegsklausel nicht für seine Rolle als Trainer der türkischen Nationalmannschaft galt. Er berichtete von einem Vorfall, bei dem Montella ein Angebot von Roma erhielt und um Erlaubnis bat, es in Betracht zu ziehen, und dabei seine tiefe Zuneigung zum Verein zum Ausdruck brachte. Montella war bereit, die Möglichkeit von Roma möglicherweise aufzugeben, wenn der türkische Verband ihn nach negativen Ergebnissen in den Playoff-Spielen entlassen würde.
Haciosmanoglu erklärte, er habe Montella seine fortgesetzte Unterstützung zugesichert und ihm versichert, dass er im Amt bleiben würde, solange Haciosmanoglu Präsident des Verbands sei. Dies zeigt Montellas lang gehegten Wunsch, Roma zu trainieren, selbst auf Kosten anderer Möglichkeiten. Derzeit konzentriert sich Montella darauf, die Türkei bei der kommenden Weltmeisterschaft zu führen, aber die Möglichkeit eines zukünftigen Wechsels zu Roma bleibt offen.
Die Situation unterstreicht Montellas anhängendes Verhältnis zu Roma, einem Verein, bei dem er als Spieler großen Erfolg hatte, und seinen Ehrgeiz, diesen Erfolg auch als Trainer zu wiederholen.



