Laut einem Bericht von L’Équipe hat Paris Saint-Germain alle Vertragsverhandlungen mit Spielern bis nach dem Champions-League-Finale ausgesetzt. Die Entscheidung, getroffen von Nasser al-Khelaïfi, Luis Campos und Luis Enrique, ist eine wiederkehrende Strategie, um Ablenkungen während entscheidender Phasen der Saison zu minimieren.
Die Begründung des Vereins ist, dass externe Überlegungen die Leistung der Mannschaft nicht beeinträchtigen sollen. Eine Quelle innerhalb des Vereins erklärte, dass die Gespräche seit Monaten liefen, wobei einige Vereinbarungen bereits abgeschlossen wurden – darunter die mit Lucas Beraldo, João Neves, Lucho Pacho und Fabián Ruiz – während andere noch weiterer Prüfung bedürfen. Diese Gespräche werden jedoch unterbrochen, wenn „die echten Spiele“ beginnen, da deren Fortsetzung als kontraproduktiv und potenziell störend angesehen wird.
Diese Politik hat bereits einen spürbaren Effekt auf einige Spieler gehabt. Senny Mayulu, dessen Vertrag bis 2027 läuft, erlebte einen Formabfall, der mit angespannten Verhandlungen zwischen seinen Vertretern und Luis Campos zusammenfiel. Er ist nicht der einzige betroffene Spieler, da Bradley Barcola (vertraglich bis 2028 gebunden), Lee Kang-In (2028) und Ousmane Dembélé (2028) ihre Vertragsgespräche bis nach dem Champions-League-Finale verschoben sahen, obwohl die Gespräche während der gesamten Saison liefen.
Obwohl sich dieser Ansatz als vorteilhaft erwiesen hat, um den Fokus auf dem Platz zu erhalten, birgt er auch potenzielle Risiken. Die Pause in den Verhandlungen eröffnet anderen Vereinen die Möglichkeit, sich an PSG-Spieler zu wenden, insbesondere an diejenigen, deren aktuelle Verträge bald auslaufen. Mehrere englische Vereine sollen die Situation von Bradley Barcola aufmerksam beobachten, die weiterhin ungeklärt ist. Dennoch haben die Spielerberater den Zeitpunkt der Verhandlungen weitgehend akzeptiert, wobei einige ihn sogar als vorteilhaft ansehen, da sie davon ausgehen, dass ein Erfolg in der Champions League ihre Verhandlungsposition stärken wird.
Der Fall von Ousmane Dembélé ist ein Beispiel dafür. Die anfänglich diskutierten Zahlen für seine Vertragsverlängerung haben sich im Laufe der Saison deutlich verändert, und vorläufige Bedingungen wurden bereits festgelegt. Alle Parteien sind nun optimistisch, sich auf einen langfristigen Vertrag mit dem französischen Nationalspieler zu einigen, was ein positives Ergebnis erwartet, sobald die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.




