Der Verteidiger von Real Madrid, Éder Militão, ist nach einer Operation für die diesjährige Copa América ausgeschieden und steht vor einer längeren Auszeit. Der Verein bestätigte die Nachricht über eine offizielle medizinische Erklärung, die besagt, dass der brasilianische Nationalspieler erfolgreich an einer gerissenen proximalen Sehne im linken Oberschenkel operiert wurde.
Laut dem brasilianischen Medienportal Globo wird der 26-Jährige voraussichtlich erst im Oktober wieder auf dem Platz stehen. Dieser Rückschlag bedeutet, dass Militão die bevorstehende Copa América in den Vereinigten Staaten verpassen wird, was ein erheblicher Verlust für die Seleção ist, die den Titel zurückgewinnen möchte. Der Innenverteidiger hat 38 Länderspiele für sein Land bestritten und sollte eine Schlüsselrolle in ihrer Kampagne spielen.
Diese Verletzung setzt eine verheerende Reihe von Fitnessproblemen für Militão fort. Seit seiner ersten Kreuzbandriss am 13. August 2023 fehlte der Verteidiger insgesamt 616 Tage und verpasste 133 Spiele sowohl für Real Madrid als auch für die brasilianische Nationalmannschaft, so die Quelle. Allein in den letzten drei Jahren erlitt er zwei Kreuzbandrisse, was einen Schatten auf seinen schnellen Aufstieg zu einem der angesehensten Verteidiger der Welt wirft.
Der Zeitpunkt ist besonders ungünstig für Real Madrid, das derzeit in den späteren Phasen der UEFA Champions League antritt und in La Liga einen engen Titelkampf führt. Militãos Ausfall reduziert Carlo Ancelottis defensive Optionen zusätzlich, da auch David Alaba aufgrund seiner eigenen Kreuzbandverletzung langfristig ausfällt. Der Trainer muss sich nun auf das Duo Antonio Rüdiger und Nacho Fernández verlassen, wobei Aurelien Tchouameni gelegentlich in der Innenverteidigung aushelfen kann.
Für Brasilien muss Trainer Dorival Júnior nun vor dem Turnier einen Ersatz für das defensive Mittelfeld finden. Zu den potenziellen Kandidaten gehören Gleison Bremer von Juventus, Andreas Christensen von Barcelona oder der erfahrenere Marquinhos von Paris Saint-Germain. Militãos verletzungsanfällige jüngere Vergangenheit wird auch am Santiago Bernabéu Bedenken hinsichtlich seiner langfristigen Belastbarkeit aufwerfen, obwohl er einen Vertrag beim Verein bis 2028 hat. Seine jüngste Operation markiert den Beginn eines weiteren anstrengenden Rehabilitationsprozesses, in der Hoffnung, dass er im Herbst wieder zu seinem Leistungsniveau vor der Verletzung zurückkehren kann.




