Dusan Vlahovic wird Juventus verlassen, wenn sein Vertrag am 1. Juli 2026 ausläuft, nachdem er das Angebot des Vereins zur Gehaltsverhandlung abgelehnt hat. Die Entscheidung, die nach kürzlichen Gesprächen zwischen Juventus und den Vertretern des Spielers bestätigt wurde, bedeutet, dass der serbische Stürmer ablösefrei verfügbar sein wird.
Die Nachricht wurde im Lager von Juventus mit Frustration aufgenommen, insbesondere unter den Fans, die sich sowohl von der Entscheidung selbst als auch von der Art und Weise, wie sie zustande gekommen ist, enttäuscht fühlen. Dieses Gefühl wird durch frühere Aussagen von Vlahovic verstärkt, die sein Engagement für den Verein zum Ausdruck brachten. Ein Social-Media-Post vom Mai 2022, nach der Niederlage von Juventus im Coppa Italia-Finale gegen Inter, hat erneut Aufmerksamkeit erregt, in dem Vlahovic erklärte, er sei “bereit, mit euch in die Hölle zu gehen, wenn es euch hilft, zurück ins Paradies zu kommen”.
Juventus ist enttäuscht, insbesondere angesichts des Bedarfs an starken Signalen auf und neben dem Platz, während man sich zum Ziel gesetzt hat, in die Champions League zurückzukehren. Während der ursprüngliche Vertrag, der Vlahovics Gehalt auf 12 Millionen Euro pro Jahr erhöhte, als Fehlurteil angesehen wird, glauben viele, dass eine Geste des guten Willens seitens des Spielers dem Verein in einer schwierigen Zeit geholfen hätte. Vlahovic trug maßgeblich zur Torquote von Juventus bei und half, die Hoffnungen auf die Qualifikation für die Champions League bis zu den letzten Phasen der Saison aufrechtzuerhalten.
Der ehemalige Juventus-Mittelfeldspieler Alessio Tacchinardi kritisierte Vlahovics Entscheidung öffentlich und antwortete auf den alten Social-Media-Post des Spielers mit “Das Paradies der Europa League…”, ein spöttischer Kommentar, der darauf hindeutet, dass Vlahovics Handlungen seinen früheren Worten widersprechen. Die Situation hat eine Debatte über die Loyalität der Spieler und die finanziellen Interessen im modernen Fußball ausgelöst, wobei Vergleiche zu den Spielern des Vereins gezogen werden, die nach dem Calciopoli-Skandal in der Serie B bei Juventus blieben. Vlahovics Abgang bedeutet auch, dass Juventus keine Transfergebühr für den Spieler erhält, was die Unzufriedenheit der Fangemeinde weiter erhöht.
Die Entscheidung hat eine gemischte Reaktion von Juventus-Fans online hervorgerufen, wobei einige Vlahovics Charakter in Frage stellen und andere die Aussicht auf seinen Abgang begrüßen. Der Verein steht nun vor der Aufgabe, einen geeigneten Ersatz für den serbischen Stürmer zu finden.



