
Kölns Wagner verteidigt Rasenzustand nach Leverkusen-Niederlage
Kölns Trainer René Wagner hat den Zustand seines Rasens verteidigt, nachdem er von Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand nach dem 2:1-Bundesligasieg der Gäste am Samstag kritisiert worden war. Zwei Tore von Patrick Schick sicherten Leverkusen die drei Punkte und beendeten Kölns fünf Spiele andauernde Unbesiegt-Serie, während Luca Waldschmidt in der zweiten Halbzeit einen Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte.
Nach dem Spiel deutete Hjulmand an, dass der trockene Rasen im RheinEnergieStadion zum Energieverlust seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit beigetragen habe. "Es ist ein Rasen ohne Wasser, und das hat auch etwas mit dieser Leistung in der zweiten Halbzeit zu tun", sagte der Leverkusen-Trainer laut Nachspielberichten.
Wagner widersprach dieser Darstellung entschieden in seinen eigenen Äußerungen. "Darf ich etwas zum Rasen sagen? Wenn Sie sagen, der Rasen sei nicht feucht genug gewesen und das der Fall wäre, dann würden wir uns entschuldigen", erklärte Wagner. Er fügte hinzu: "Aber das ist nicht der Fall. Ich möchte klarstellen, dass dies nicht der Fall ist. Wir haben das nicht getan, das ist nicht fair".
Das Ergebnis hatte erhebliche Auswirkungen auf die Bundesliga-Tabelle. Die Niederlage lässt Köln weiterhin in der Abstiegszone blicken und verpasst die Chance, sich der Sicherheit zu nähern. Für Leverkusen katapultierte der Sieg sie vorübergehend auf den fünften Platz, obwohl sie von Hoffenheim, das ein Spiel weniger bestritten hat, noch überholt werden können.
Das Spiel selbst war hart umkämpft, wobei Köln über große Teile des Spiels mit seinem formstarken Gegner mithalten konnte. Schicks Doppelpack erwies sich jedoch als entscheidend und zeigte die starke Form des tschechischen Stürmers. Seine Tore, eines in jeder Halbzeit, nutzten die sich bietenden Chancen und unterstrichen seine Bedeutung für Leverkusens Angriff.
Hjulmands Kommentare bezüglich des Rasens fügen dem Ergebnis eine kleine Nebenhandlung hinzu, die größtenteils durch klinische Torschüsse bestimmt wurde. Solche Nachspiel-Streitigkeiten über die Platzbedingungen sind in der Bundesliga relativ selten, wo die Rasenstandards im Allgemeinen hoch sind. Wagners deutliche Widerlegung zeigt den Wunsch, jeglichen Verdacht auf unsportliches Verhalten abzuwehren und sich auf die fußballerischen Gründe für die Niederlage zu konzentrieren.
Für Köln hat es oberste Priorität, sich schnell von dem Ende ihrer positiven Serie zu erholen, da ihr Kampf ums Überleben am nächsten Wochenende weitergeht. Leverkusen wird derweil hoffen, seinen Aufwärtstrend für die europäische Qualifikation fortzusetzen, wobei Schicks Torgefährlichkeit ein wichtiger Trumpf bei dieser Verfolgung ist.



