Der ehemalige Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge hat enthüllt, dass die Münchner bei der Verpflichtung von Ousmane Dembélé vom Stade Rennais im Jahr 2016 vom Borussia Dortmund übertrumpft wurden. In einem Interview mit dem deutschen Portal t-online gab Rummenigge zu, dass Bayern den jungen französischen Flügelspieler aufmerksam beobachtet hatte, den Kampf um seine Dienste aber gegen den Bundesliga-Rivalen verlor.
Rummenigge erklärte, dass der Vorteil von Dortmund auf einem gemeinsamen Ausrüstervertrag mit Rennes zu dieser Zeit beruhte. „Wir wollten ihn unbedingt verpflichten“, sagte Rummenigge und räumte ein, dass das Sponsoring von Puma für beide Vereine Dembélés Wechsel zum Signal Iduna Park anstelle der Allianz Arena erleichtert habe. Der Transfer, der für eine geschätzte Ablösesumme von 15 Millionen Euro abgewickelt wurde, markierte einen bedeutenden Karriereschritt für den Spieler.
Dembélés anschließender Karriereweg führte ihn nur ein Jahr später, 2017, zu einem hochdotierten Transfer im Wert von 105 Millionen Euro von Dortmund zum FC Barcelona, bevor er schließlich 2023 zum Paris Saint-Germain wechselte. Rummenigge reflektierte über diesen Werdegang und bemerkte: „Er war ein großartiger Spieler, aber wie wir gesehen haben, ist er schnell von Dortmund nach Barcelona gewechselt.“ Das Geständnis unterstreicht eine seltene Transferpanne für den Bayern, einen Verein, der für seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit bekannt ist.
Der ehemalige Bayern-CEO sprach auch über ein weiteres französisches Talent von Rennes, Désiré Doué, der diesen Sommer zum PSG wechselte. Rummenigge bestätigte, dass Bayern Verhandlungen mit dem Mittelfeldspieler geführt hatte, aber letztendlich erfolglos war. Er deutete an, dass Doués Präferenz, in seinem Heimatland zu bleiben, ein entscheidender Faktor war und bezeichnete solche Ergebnisse als „Teil des Spiels“ und betonte, dass die Beziehungen zwischen Bayern und PSG gut blieben.
Diese Enthüllungen bieten einen Einblick in den internen Wettbewerb um die besten europäischen Talente. Das anhaltende Interesse des FC Bayern an Spielern aus der renommierten Jugendakademie von Rennes unterstreicht das umfangreiche Scouting-Netzwerk des Vereins. Während Dortmund Dembélé erfolgreich verpflichtete, der später mit Frankreich Weltmeister wurde, bleibt dieser Vorfall ein bemerkenswertes „Was wäre wenn“ in der jüngeren Transfergeschichte. Die Nachricht kommt zu einer Zeit, als Bayern und PSG weiterhin häufige Konkurrenten sowohl auf dem Platz in der Champions League als auch auf dem Markt für aufstrebende Stars sind.




